Rückblick NoL 2014

2014 fand die erste „Night of Life“ in Metzingen statt. Sie orientierte sich noch am Format einer „Pechakucha-Nacht“: Junge Menschen huschen an der Bühne hin und her. Bilder auf Großleinwänden illustrieren, wovon sie erzählen. Knapp 20 Modeschüler der Modeschule Metzingen präsentieren den Besuchern der „Night of Life – powerd by Pechakucha“ ihre Schule und ihren Ausbildungsweg zum Designer. Natürlich hat manch einer der Zuhörer von dieser Schule gelesen und weiß darüber schon etwas. Aber mit der Begeisterungsfähigkeit und dem Herzblut der jungen Präsentatoren entsteht entscheidend Neues. Persönlichkeiten, Gesichter, Leidenschaft werden hautnah erlebt. Die Atmosphäre in der Festkelter in Metzingen knistert – tatsächlich eine „Nacht voller Leben“.

Blick über den Tellerrand

Das Bezirksjugendwerk Bad Urach hat zusammen mit der EJW-Projektstelle „Lust auf Andere“ zur ersten „Pechakucha-Nacht“ im November eingeladen. Elf Akteure, die die Breite unserer gesellschaftlichen Wirklichkeiten repräsentieren und womöglich nie miteinander in Beziehung treten würden, gestalten miteinander eine Art „Schaufenster-Abend“ über das, was sie tun, was sie lieben, wofür sie sich engagieren. Und dies im besonderen „Pechakucha-Format“. Das aus Japan stammende Präsentationskonzept fordert die hohe Kunst, dass die Akteure ihr gesellschaftliches Spielfeld mit 20 Powerpoint-Folien à 20 Sekunden den Anwesenden vorstellen. Das lässt keine Langeweile aufkommen und ermöglicht einen weiten Blick über den eigenen Tellerrand. Zumal es ja nicht bei der Mode bleibt.

Der Abend ist bunt: So kümmert sich der Vertreter des Naturschutz-bundes um verletzte Bussarde, die „Kletterkirche H3“ lebt neue Formen von Gemeinde, konsumkritische Töne hört man aus dem Mund des Geographielehrers, ein unabhängiges Programmkino zeigt nicht nur Filme, sondern gestaltet damit Jugendarbeit, im Ruhestand betreibt ein Rotarier-Mitglied die Förderung von Brunnenbauten in Afrika, der Asylkreis Ermstal berichtet über die Willkommenskultur gegenüber Flüchtlingen, ein Schlagzeuger erlebt, dass alles Leben Rhythmus ist, der Geschäftsführer der Genossenschaft denkt über den Wein nach und ein Vertreter der „Leos“ skizziert das bürgerschaftliche Engagement dieser Jugendorganisation der „Lions“. Ein echtes Weltenbummeln – anschaulich und mit der Überzeugungskraft der Leidenschaft kommuniziert.

„Lust auf Andere“ bekommen

Ein Abend, der als gelungen bezeichnet werden darf: Das Echo der Besucher ist eindeutig. Das Motto „Welten / Treffen / Horizonte“ wurde eingelöst. Dazu beigetragen hat nicht zuletzt auch der Tennisverein mit dem Catering und auch das Percussion-Ensemble der Jugendmusikschule sowie die beiden Reiseführer: Ingo Sramek und Helena Sailer moderieren gekonnt durch den Abend. Menschen aus verschiedenen Welten sind sich begegnet und haben „Lust auf Andere“ bekommen. Und das Jugendwerk, die Kirche war Gastgeberin und Moderatorin. Ein Dienst, von dem letztlich jede/r profitiert. Das eigene Beziehungsnetzwerk erweitert sich schlagartig, Medien werden neu auf gesellschaftliche Akteure und Kirche aufmerksam, und einzelne Mitarbeitende knüpfen Beziehungen, die Potential zur Nachhaltigkeit haben. In einer Welt, die sich immer mehr in Teilwelten und Zielgruppen aufspaltet, ist es ein wichtiger Dienst für eine gegenseitige Verständigungs- und Anerkennungskultur.

Presse-, Foto- und Video-Dokumentation 2014

Die Südwestpresse als auch der Reutlinger Generalanzeiger berichteten ausführlich über diesen Abend. Die Fotogalerie und der YT-Video-Rückblick unten bringen dir den Geist der „Night of Life 2014“ sinnenfreundlich näher…